Generation Alpha: Was auf Ausbildungsbetriebe im Handwerk zukommt

Generation Alpha: Was auf Ausbildungsbetriebe im Handwerk zukommt

Mit den Jahrgängen 2010 bis 2024 betritt in Kürze die sogenannte Generation Alpha den Ausbildungsmarkt. Für Handwerksbetriebe bringt dies veränderte Anforderungen bei der Nachwuchsgewinnung mit sich. Der Generationenexperte Felix Behm bezeichnet diese Kohorte als „Digital Natives 2.0“ oder „Generation KI“, da sie ein Leben ohne Smartphone, Streaming und Künstliche Intelligenz nicht mehr kennt.

Prägend für diese Generation ist das Aufwachsen im Dauerkrisenmodus (Pandemie, Ukrainekrieg), was zu einer hohen Sensibilität für das Thema Gesundheit – insbesondere die psychische Gesundheit – führt. Demografisch ist die Generation Alpha noch kleiner als die vorangegangene Generation Z, was den Wettbewerb um Auszubildende weiter verschärft.

Für die Personalplanung in Handwerksbetrieben leiten sich daraus konkrete Entwicklungen ab:

  • Digitalisierung & Kommunikation: Die Generation Alpha handelt und kommuniziert vollkommen digital. Betriebe müssen ihre Prozesse entsprechend anpassen, da klassische Kommunikationswege an Relevanz verlieren.
  • Neue Sicherheitsbedürfnisse: Eine zentrale Frage künftiger Bewerber lautet: „Ist dieser Job KI-sicher?“.
  • Sinkende Betriebszugehörigkeit: Traditionelle Karrierewege wandeln sich. Laut Behm wird es 25-jährige Dienstjubiläen in Zukunft praktisch nicht mehr geben.

Betriebe der Innungen müssen sich frühzeitig auf diese neue Zielgruppe einstellen, digitale Prozesse in der Ausbildung verankern und klare Perspektiven bieten, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben.

Quelle: Fachmagazin Nahdran